VITA

In West Berlin geboren....

...und aufgewachsen spielte ich bereits im Alter von drei Jahren meine erste kleine Rolle in einem Kinofilm und fing kurz darauf an, mit unserer kleinen Familienband zu 'singen'. 

 

Zwischen dem neunten und zwölften Lebensjahr folgten drei weitere Hauptrollen, doch die Schule litt und weitere Auszeiten wurden nicht genehmigt.

 

Allerdings nahm ich Schauspiel, Tanz - und Gesangsunterricht, war Sängerin der Schulband und engagierte mich in Theatergruppen.

 

 

Nach dem Abitur besuchte ich eine Musicalschule und jobbte mich als Türsteherin, Garderobiere, Barfrau und Go-Go-Tänzerin durch die Berliner Szeneclubs. Ein Jahr später packte mich das Fernweh. Meinem Kindertraum folgend eine Weile in New York zu verbringen brach ich die Musicalausbildung ab, lebte den Traum und besuchte das Lee Strasberg Institute in New York um dort weiter Schauspiel zu studieren.

 

Neben Schauspielunterricht, belegte ich Regieklassen und sang in diversen New Yorker Clubs Jazzstandards. Da sich Gelegenheiten boten in Deutschland als Schauspielerin zu arbeiten, pendelte ich zwei Jahre zwischen New York und Berlin und kehrte der Liebe wegen endgültig in meine Heimatstadt zurück.

 

 

 

Hier machte ich den Schauspielabschluss vor dem deutschen Bühnenverband und schlüpfte von nun an in mehr als 50 Kino- und Fernsehfilme, TV-Serien und in unterschiedlichste Rollen: Straßenmädchen, Prinzessin, Drogensüchtige, Stripperin, Sekretärin, Diebin , Kommissarin, pakistanische Asylantin, norddeutsche Volksmusikantin, türkische Putzfrau, liebende Psychopatin und viele mehr.

 

Ich sang in verschiedenen Projekten und Bands, sowie in Berliner Bars weiterhin Jazz-Standards und traf so eines Nachts auf den künstlerischen Leiter der ‚Bar Jeder Vernunft’. Er engagierte mich am selben Abend für noch das Spätprogramm.

Von nun an stand ich  regelmäßig auf der Bühne und führte viele male durch den legendären 'Nachtsalon' der oft bis 4 Uhr früh ging.

 

 

 

1998 nahm ich für eine Plattenfirma am deutschen Grand-Prix-Vorentscheid teil und für Stephen Spielbergs Shoa Foundation durfte ich 1999 das Eröffnungslied zu einer Benefizveranstaltng im Konzerthaus am Gendarmenmarkt komponieren und singen.

 

 

Drehfreie Zeiten wurden außer den eigenen Liedern auch einem ersten Drehbuch gewidmet welches eine Förderung der Film- und Fernsehanstalt Berlin erhielt. Ein erster Filmproduzent der das Buch las war gleichzeitig Inhaber eines Plattenstudios und bot mir an, als Gegenleistung für das Drehbuch sein Plattenstudio zu nutzen, um aus meinen Demo-Liedern eine CD zu produzieren. 

Der Deal 'Drehbuch gegen CD' klang verlockend und so produzierten Kay Mason und ich von 2000 bis 2002, zusammen mit verschiedenen Musikern wie z.B. Till Brönner oder Jazeboo, mein erstes Album  'Sharon'.

 

 

Während der Aufnahmen gründete ich mit Freunden ein Musik-Label und vertrieb die CD über das Internet. Dies sorgte kurzzeitig für Furore, da die erste Auflage nach einem NDR Auftritt in dem ich mit meiner Band spielte innerhalb eines Tages vergriffen war.

Ein Regiedebut erlebte ich 2002 mit dem Kurzfilm „Leben und leben lassen“, der mehrmals im deutschen Fernsehen  und auf einigen Festivals ausgestrahlt wurde. Bis heute wird er regelmäßig von Organisationen wie  „Gesicht zeigen“, „Amadeu Antonio Stiftung“ und von einigen Schulen als Lehrmaterial gegen Vorurteile, Rassismus, Anti-Semitismus und Intoleranz gezeigt.

 

Nach Beendigung der Produktion meiner ersten deutschsprachigen CD widmete ich mich den jiddischen Evergreens, die ich aus meiner Kindheit kenne. Zusammen mit dem Musiker und Pianisten Harry Ermer wurden die Lieder, die zum Teil Jahrhunderte alt sind, in ein neues musikalisches Gewand gehüllt und in die Gegenwart geholt. Ein bunter Mix mit Elementen aus den Musikrichtungen Swing, Jazz und Pop, sowie Balkan-Polka, arabischen Arabesken, südamerikanischen Rhythmen, Reggae, Walzer, Country und Tango. Die Lebensfreude der Lieder sollte in den Vordergrund gestellt werden, ohne dabei die Seele der Werke zu verlieren. Das Live-Musik-Projekt „The Jewels“ startete 2004 mit einer  Premiere in der „Bar Jeder Vernunft“ anfänglich noch mit Vivian Kanner als weitere Sängerin und verschiedenen Gastmusikern,. Es folgten Auftritte im Tränenpalast, Tipi und Wintergarten, für Unicef, Terres des Hommes und weitere Wohltätigkeitsorganisationen. Im Herbst 2005 machten wir eine erste kleine erfolgreiche Deutschlandtournee, die schließlich in der Max-Schmeling-Halle, bei einem Friedenskonzert im Vorprogramm der Söhne Mannheims und vor Tausenden Zuschauern endete. Ein Live-Mitschnitt einiger Lieder wurde durch Mund-zu-Mundpropaganda weiterempfohlen und kam dem Regisseur Oliver Hirschbiegel zu Ohren. Ihm gefiel die Aufnahme, so dass er sie für seinen Film „ein ganz gewöhnlicher Jude“ benutzte.

Ab 2007 trat ich mit Harry Ermer (Klavier), Daniel Zenke (Bass), Jo Gehlmann (Gitarre) und Stephan Genze (Schlagzeug) wieder mit den jiddischen Liedern auf und wir gaben Konzerte in ganz Deutschland.

2005 spielte ich in Prag in Joseph Vilsmeiers Kinofilm „Der letzte Zug“ mit. Dort lernte ich den Kollegen Hans-Jürgen Silbermann kennen, der auch als Kabarettist und Regisseur arbeitet. Er überredete mich, zu ihm ins Ensemble des schon zu DDR-Zeiten renommierten Kabaretts „Leipziger Pfeffermühle“ zu kommen. Nun begann ein zweijähriger Ausflug ins politische Kabarett und es folgten von 2006 bis 2008 knapp 350 Auftritte in Deutschland und Portugal.

Parallel studierte ich mit Daniel Zenke am Bass, Stephan Genze am Schlagzeug und Helmut Bruger am Keyboard die zum Großteil elektronisch produzierte Musik der ersten CD mit Live-Instrumenten ein. Alle drei Musiker waren blond und so entstand das Live-Projekt „Blond & Brauner“  und feierte im Oktober 2007 seine Premiere im Berliner Admiralspalast. . Bei den Bandproben entstanden außerdem neue eigene Lieder für die zweite CD.

 

Von dort an bis zum Frühjahr 2009 arbeiteten wir im A-Trane-Studio in Berlin am zweiten, selbst komponierten und deutschsprachigen Album.

Die CD „glücklich unperfekt“  erschien im Herbst 2009.

Die Musik ist ein Potpourri aus deutschem Lounge-Pop mit Jazz-, Reggae- und Chanson-Einflüssen sowie Bossa-Nova-Rhythmen und reflektiert die Stadien der Liebe vom magischen Moment des sich Verliebens bis zum Verfluchen dieses Augenblicks. Zahlreiche Konzerte in Deutschland folgten.

Im Winter 2010 trat ich neben Katherine Mehrling und Franziska Kuropka als Weihnachtsengel in der Weihnachtsshow "Santa Babes" auf.

2011 und 2012 tourte ich wieder mit Harry Ermer und Band mit deutschen und jiddischen Liedern durch Deutschland. In Berlin traten wir unter anderem im Renaissance Theater und dem Jüdischen Museum auf und spielten mehrere Wochen in der Bar Jeder Vernunft . Als die Nachfrage nach einer CD mit jiddischen Liedern immer lauter wurde, begab ich mich mit Daniel Zenke in ein Tonstudio und wir fingen an, an der Umsetzung zu arbeiteten .

 

Heirat 2012  und kurz darauf , am 12.12.12. landete unser Sohn auf dem Planeten Erde.

 

Kurz nach unserer Hochzeit trat ich noch einmal hochschwanger im Tipi auf. 

Auf der wunderschönen MSEuropa, auf der Daniel und ich für ein Konzert engagiert waren, lernten wir das 2 x mit dem Klassik-Echo ausgezeichnete  'Casal Quartett' ( casalquartett.ch ) kennen. Es folgten einige gemeinsame Auftritte in Berlin und der Schweiz. Das Streichquartett spielte bei sechs Liedern der  CD "LOUNGE JEWELS -  SHARON BRAUNER SINGS YIDDISH EVERGREENS" die Streicherarrangements ein.

Auf dem  von Daniel Zenke produzierten Album wirkten ausserdem Sebastian Borkowski, Ralf Zickerick, Harry Ermer und Stephan Gentze mit.  LOUNGE JEWELS ist im April 2013 bei dem Label 'Solo Musica' erschienen.

Die Record-Release Party feierten wir fünf Tage in der Bar jeder Vernunft. Wir wurden in TV-Shows eingeladen und spielten auf ein paar Festivals, unter anderen auf dem Jiddish-Festival in Budapest im Sommer 2013.

2013 hatte ich auch das Glück in gleich zwei Kinofilmen mitzuspielen. In "The Key",  dem Regiedebut von Gedeon Burkhard und in 'Auf das Leben' von Uwe Janson, mit großartigen Kollegen wie Hannelore Elsner, Max Riemelt, Aylin Tezel, Andreas Schmidt u.v.a.

In dem Film 'Auf das Leben' spiele ich eine Sängerin in den 70er Jahren und trete in einigen Szenen mit meiner Band auf.  Wir haben einen Großteil der Musik zu dem Film beigesteuert.

Ein paar Mal hatte ich die große Freude, mit dem  'The Capital-Dance Orchestra' unter der Leitung von David Canisius aufzutreten. Unter anderem mit Jiddischen Liedern im Style der 20er bis 60er Jahre. 'The Capital Dance Orchestra' ist auf unserer neuen CD, die 2015 erscheinen wird, mit dem Lied 'Rumenye' zu hören.

2014 und 2015 reiste ich mit Band und den Liedern im Gepäck nach Zürich, Basel, Wien, New York, Budapest und an vielen anderen spannende  Orte. 

2015 ging ich mit Rolf Zielke an Bord der MS Europa2. Wir gaben zwischen Panama und Chile 3 Konzerte.

Im Sommer 2015 haben Harry Ermer, Daniel Zenke, Stephan Genze, Johannes Gehlmann und ich es endlich geschafft unsere Live Jewels CD fertig zu stellen und raus zu bringen. Als Gäste haben wir 'The Capital Dance Orchestra', Semjon Barlas und Hossein Yacery Manesh gewinnen können.

Im Januar und November '16 spielte ich in dem Film 'Das letzte Mahl', neben Bruno Eyron, Michael Degen, Sandra von Ruffin, Bela B. und weiteren großartigen Kollegen mit. Regie führte der im Ausland mit Preisen überhäufte Regisseurs Florian Frerichs. 

2016 wurden Karsten Troyke , Daniel Weltlinger, Harry Ermer und ich in das Kulturprogramm des Zentralrats der Juden aufgenommen und tourten mit einem gemeinsamen Programm durch viele Städte Deutschlands.

2016 begannen die Proben für Frau Luna, einer Eigenproduktion des Tipis am Kanzleramt unter der Regie von Bernahard Mottl mit den Geschwistern Pfistern, Cora Frost, Annamateur, Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn, Max Gertsch, Gustav Peter Wöhler, Fausto Israel, Gert Thumser und Ades Zabel und den sagenhaften Mondelfen. Unter der musikalischen Leitung von Johannes Rohloff mit seinem Orchester und Christof Tölle als Choreograph, und, und, und....Premiere war am 27.10.2016 und gespielt wurde bis zum 29.1.2017.

Von Anfang Januar bis März 2018 und von Ende Januar bis März 2019.

Ich durfte die Rolle der 'Marie' spielen und hatte wahnsinnigen Spaß mit großartigen Kollegen.

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